Die 29 Jahre lange Timeline

Meine Marketing-Stories

Das sind kleine Geschichten, die ich in den letzten Jahren in den Medien, im Marketing und im Vertrieb erlebt habe: Technische Entwicklungen, Projekte, Erfolge, Misserfolge, Erfahrungen, Emotionen und Gedanken. 

Theo Heuss

Berufliche Stationen und Stories (nicht zwingend chronologisch sortiert)

Das erste Buch mit DTP

Jeden DonnersDuck neu

PowerPoint gegen Overhead-Folie

Drei Jahre nach meiner mit PageMaker erstellten Diplomarbeit (1990), habe ich dann zusammen mit einer Grafikerin das erste DTP-Kundenprojekt – eine mehrseitige Broschüre – betreut. Es war damals noch nicht selbstverständlich, sehr umfangreiche Print-Produkte mit Desk Top Publishing zu erstellen. Es war auch ein harter Kampf, denn Hard- und Software liefen 1993 noch nicht so geschmeidig wie heutzutage. Der Apple Macintosh-Computer wurde wegen seiner Größe noch liebevoll als “Mäusekino” bezeichnet. Die Leistung war auch entsprechend überschaubar. Print war damals noch das zentrale Medium für die Werbeaktivitäten der Unternehmen. Die Bedeutung von Print hat in den letzten Jahren jedoch zunehmend abgenommen. In allen Bereichen. Die Customer Journey findet immer mehr im digitalen Sektor statt.

Der Job beim Egmont Ehapa Verlag (ein dänischer Medienkonzern) war auch deswegen so aufregend, weil ich hier jede Woche Millionen von Kindern glücklich machen durfte. Das von mir betreute Micky Maus Magazin ging jede Woche knapp 700.000 mal über die Kiosk-Theken. Wem erging es als Kind nicht auch so, dass man ungeduldig auf den wöchentlichen Erscheinungstermin – den Donnerstag (bzw. “DonnersDuck”) hinfieberte? In dem Büro, das ich mir mit 3 Kollegen teilte, stand zunächst nur ein Computer. Die erste Verkaufsinformation, die ich darauf für die Vertriebsabteilung erstellte, hatte diesen optischen Aufmacher: Donald Duck. Wir hatten damals viel Spaß in der Welt von Walt Disney – es war aber auch sehr harte Arbeit. Das Micky Maus Magazin verkauft heute nur noch (alle 14 Tage) ca. 65.000 Hefte (Quelle: IVW 2020).

In den 90er Jahren wurde im Business noch sehr viel präsentiert – mit Overhead-Projektoren. Wir nannten diese Präsentations-Termine “Folienschlachten”, da wir massenweise Folien durch den Kopierer ziehen mussten. Da ich durch meine Agentur-Arbeit schon PowerPoint kannte, empfahl ich der Geschäftsleitung, die Präsentationen auf Beamer und PowerPoint umzustellen (was viel Material und Zeit einsparte). Der Chef hatte etwas Bauchweh und traute dieser neuen Technik nicht. Aber schließlich gelang es uns doch, ihn davon zu überzeugen. Es war nicht das erste Mal in meinem Berufsleben, dass ich Menschen traf, die neuen Dingen gegenüber sehr kritisch waren. Auch mein Vorstoß im Jahre 1998, ein Konzept für die erste Webseite von Walt Disneys Micky Maus Magazin zu entwickeln, fand nicht nur Befürworter. 

Telefon ohne Schnur aber mit Antenne

"Wozu brauchst du das Internet?"

TV-Spots: Spottbillig?

Im Jahre 1998 legte ich mir mein erstes Mobiltelefon zu – siehe Abbildung. Die Telefon-Nummer besitze ich heute noch. Es war natürlich ein Nokia – vom übermächtigen Marktführer aus Finnland. Heute wissen wir, dass die Finnen den Smartphone-Trend völlig verschlafen haben – Steve Jobs lässt grüßen. Ich zeigte einer Kollegin stolz meine neueste technische Errungenschaft: Sie meinte dazu nur: “Aber dann kann man dich ja überall erreichen?!” Ich entgegnete darauf: “Genau das ist der Plan!” Heute wissen wir, wie wichtig das Mobiltelefon für die Kommunikation geworden ist – für einen Großteil der Menschen – weltweit!

Noch vor der Mobiltelefonie war ich bereits im Internet unterwegs. Ich legte mir privat ein 14.4k-Modem zu und surfte damals (1995) als einer der Ersten auf Seiten herum, deren Look & Feel aus heutiger Sicht echt gruselig waren. Auch die Usability ließ damals noch schwer zu wünschen übrig. Dennoch war ich dabei, die große weite Welt von meinem Homeoffice aus zu entdecken. Mein Vater fragte mich damals: “Wozu braucht man denn das Internet?” Die Frage konnte ich zu dieser Zeit auch noch nicht richtig beantworten, aber heute im Jahr 2021 – ca. 26 Jahre später – würden wir uns fragen was denn wäre, wenn wir KEIN Internet hätten?! 

Für das Flaggschiff Micky Maus-Magazin wurde in den 90er Jahren die große Werbetrommel gerührt. Viele klassische Kanäle wurden bedient. Die Königsdisziplin war das Fernsehen. Die Produktion von TV-Spots war noch sehr aufwendig – aber verglichen mit anderen Spots waren wir immer noch schwäbisch sparsam. Der Effekt von TV-Werbung war damals noch groß. Aber auch diese Zeiten haben sich geändert. Das “Bewegtbild” hat seine neue Heimat in der Online-Welt gefunden. Ohne Videos geht dort fast gar nichts mehr. Videos können auf vielen Kanälen sehr wirkungsvoll eingesetzt werden: Homepage, Soziale Netzwerke, Newsletter u.v.m..

Schlechtes Foto sucht Photoshop

Das Filmstudio im Computer

Der König der Löwen

Bereits 1990 kam das Bildbearbeitungs-Programm Photoshop auf den Markt. Während meiner Zeit bei Ehapa machte ich Bekanntschaft mit dieser unglaublichen Software. Eine von mir beauftragte Agentur war Vorreiter in dem Bereich und ich war völlig begeistert, was dieses magische Programm aus normalen Fotos machen konnte. Abgesehen von dem Vorher-Nachher-Effekt (siehe auch das Bild oben), konnte man allerlei Composings und Effekte herbeizaubern. Ich wollte unbedingt dieses Programm erlernen, aber das sollte noch ein paar Jahre dauern. Photoshop ist ein unverzichtbares Werkzeug um Grafiken und Fotos “aufzubrezeln”. 

Im Jahre 1995 brachte die Walt Disney Company den ersten vollständig am Computer produzierten Animationsfilm in die Kinos. Toy Story wurde von dem Studio Pixar entwickelt und war ein voller Erfolg. Damit wurde der Grundstein für viele weitere wunderbare Animationsfilme gelegt (den Grundstein für das Unternehmen Pixar hat übrigens Apple-Gründer Steve Jobs gelegt). Ich war damals fest davon überzeugt, dass diese grandiose neue Filmtechnik die Filmbranche revolutionieren wird. Erst 17 Jahre später – im Jahre 2012 – begann ich meine eigenen Filme (zunächst Urlaubsvideos) auf dem Computer zu schneiden.

Ende 1994 kam der bis heute weltweit erfolgreichste Zeichentrickfilm in die Kinos: The Lion King. Ich wurde zusammen mit ein paar Kollegen von der Walt Disney Company zur deutschen Vor-Premiere nach Frankfurt eingeladen. Dort begegnete ich auch Roy Disney – einem Neffen von Walt Disney. Der gesamte Event war für mich natürlich ein Highlight. Gespannt saßen wir im Kinosaal und warteten auf den Filmstart. Das Opening von König der Löwen gehört meiner Meinung nach zu den bewegendsten Film-Szenen aller Zeiten. Dieser Film zeigt auch, wie wichtig eine passende Musik ist, welche 2-fach mit dem Oskar ausgezeichnet wurde.

Der analoge Filmschnitt

Produkt-Lebenszyklen

Google. Finde ich gut!

Mit dem analogen Filmschnitt beschäftigte ich mich seit Mitte der 90er Jahre. Damit brachte ich Urlaubsfilme (mit einer Hi8-Kamera gedreht) in erträgliche Längen und ersetzte auch hässliche O-Töne durch populäre Musik. Diese Werke konnte ich leider nicht auf Facebook oder YouTube hochladen – weil diese Portale erst 2004 bzw. 2005 gegründet wurden. Mit wesentlich größeren Boards wie dieses Tool von Hama (Foto) wurden damals auch professionelle Filme geschnitten. Heute arbeite ich mit Final Cut Pro X. Es git viele weitere Programme wie zum Beispiel Adobe Premiere oder Avid. Erst neulich habe ich einen 60 Jahre alten “Normal8-Schmalfilm” digitalisiert, geschnitten und vertont.

Ich habe mal für ein Unternehmen gearbeitet, das viele Jahre lang sehr erfolgreich Straßenkarten und Atlanten verkauft hat – auch im B2B-Bereich. Straßenatlanten waren für Außendienst-Mitarbeiter lange Zeit das nahezu perfekte Werbegeschenk um seinen Kunden eine große Freude zu machen. Als dann Anfang der 2000er Jahre die ersten Navigationssysteme aufkamen und sich blitzschnell in den Fahrzeugen etablierten (mobil oder fest eingebaut), war der Straßenatlas aus Papier nur noch ein Relikt aus alten Zeiten. Der Absatz gestaltete sich zunehmend schwierig. Es zeigte sich erneut, wie schnell ein digitales Produkt ein bis dahin erfolgreiches analoges Produkt verdrängen kann.

Das Unternehmen Google wurde 1998 gegründet und hat sich schnell zur weltweit erfolgreichsten Suchmaschine etabliert. Wenn jemand etwas sucht, dann gehört Google dazu. Oder wer blättert heute noch im Telefonbuch oder in einem Lexikon um Informationen über Unternehmen oder Produkte zu finden? Für Unternehmen sollte es daher längst zur obersten Pflicht gehören, alle Business-Webseiten Suchmaschinen-optimiert zu gestalten (SEO). Seit den Corona-Lockdowns im Jahre 2020 wurde erst recht klar, wie wichtig die Digitalisierung ist. Ich beschäftige mich schon seit mehreren Jahren mit Online-Marketing – es gibt aber bei vielen Unternehmen in Deutschland noch Nachholbedarf.  

Social Media. Es geht nicht mehr ohne.

Die Homepage

Der digitale Videoschnitt

Seit Mitte 2008 gibt es Facebook in Deutschland. Ich habe dieses Portal schon Anfang 2009 für mich entdeckt. Das Business-Portal Xing (früher: OpenBC) wurde bereits 2003 in Deutschland gelauncht. Mein Profil ist dort seit 2005 zu sehen. Somit bin ich seit über 15 Jahren ein digitaler “Sozialer Netzwerker”. Ich kann gar nicht aufzählen, wie viele interessante Ereignisse ich hier erleben durfte (positiv und negativ). Für mich steht aber fest: Ein Unternehmen beziehungsweise eine Marke sollte hier Flagge zeigen. Natürlich nur in den richtigen Kanälen und mit den richtigen Botschaften: “Content is King!” 

Seit 2001 besitze ich die URL www.theo-heuss.de und bin seit dem immer “live”. Anfangs sah der Auftritt natürlich noch etwas anders aus (leider habe ich keinen Screenshot mehr davon). In den vergangenen 20 Jahren wechselte ich mehrmals Technik, Provider, Agentur, Inhalte und das Design. Heute läuft diese Seite auf WordPress – das weltweit meist genutzte System. Im WWW gibt es leider immer noch viele aktive Online-Präsenzen, die aussehen wie vor 20 Jahren. Dabei ist das heutzutage kein Hexenwerk mehr. Stand heute dient meine Seite nur noch als Präsentation meiner Person bzw. meiner Vita.

Seit Anfang der 2000er stand auf meiner To-Do-Liste, dass ich mir die Fähigkeit aneignen möchte, selber Videos auf dem Computer zu schneiden. Aber zuerst lernte ich 2004 die Adobe-Produktwelt kennen: Photoshop, InDesign, Illustrator. Ich schaute aber – wo es möglich war – einigen Cuttern über die Schulter. Jedoch erst im Jahr 2012 begann ich damit, mit Final Cut Pro X zu arbeiten. Dazu brauchte ich natürlich auch erst einmal die Hard- und Software. So legte ich mir meinen ersten 27″ iMac zu. Ab dem Zeitpunkt entstanden sehr viele Videos – auch für das Regionalfernsehen oder für die Allianz AG.   

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